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Eine Auflistung der am häufigsten gestellten Fragen finden Sie nachfolgend. Bitte kontaktieren Sie uns, sollten Sie keine Antwort auf Ihre spezielle Frage finden.
Was ist KÖRPERWELTEN?Die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen, international als BODY WORLDS bekannt, sind die ersten Ausstellungen ihrer Art, die den Besucher durch die Betrachtung echter menschlicher Körper über Anatomie, Physiologie und Gesundheit informieren. Die ausgestellten Präparate wurden durch Plastination konserviert, den Konservierungsprozess, den Dr. von Hagens 1977 während seiner Tätigkeit als Anatom an der Universität Heidelberg erfand. In jeder Ausstellung sind über 200 echte menschliche Präparate zu sehen, darunter Ganzkörperplastinate, einzelne Organe, Organkonfigurationen und transparente Körperscheiben. Die Ausstellung gibt den Besuchern Aufschluss über die langfristigen Auswirkungen von Krankheiten und Suchtgewohnheiten wie Tabak- oder Alkoholkonsum sowie über die Mechanik künstlicher Knie- und Hüftgelenke. Bis heute haben über 25 Millionen Menschen in aller Welt die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen gesehen. zurück
Wer sollte KÖRPERWELTEN besuchen?
Jeder, der erfahren möchte, was uns zu Menschen macht und was den menschlichen Körper in seiner Genialität und Ästhetik auszeichnet. zurück
Was wollen KÖRPERWELTEN bei den Besuchern bewirken?
Die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen haben den Anspruch, ein breites Publikum über das Innenleben und die Funktionen des menschlichen Körpers zu informieren und die Auswirkungen von Krankheiten und Störungen auf die Gesundheit und die eigene Lebensweise aufzuzeigen. Die Ausstellungen möchten das öffentliche Interesse an Anatomie und Physiologie wecken und das Wissen in diesen Bereichen nachhaltig erweitern. zurück
Könnte man die menschliche Anatomie nicht auch aus Büchern oder an Modellen kennen lernen?
Echte menschliche Präparate können einzelne Aspekte von Krankheiten und anatomische Details lebensecht zeigen, was mit Modellen nicht möglich ist. Sie vermitteln ausserdem, dass jeder Körper individuelle Merkmale hat, selbst im Inneren, vergleichbar mit der Einzigartigkeit eines Gesichts. Von echten Präparaten geht zudem eine sehr viel eindringlichere Faszination aus als von Kunststoffmodellen. Die Museen und Wissenschaftszentren, in denen KÖRPERWELTEN ausgestellt sind, gehen mehr und mehr dazu über, ihren Besuchern Echtes und Authentisches in einer sicheren und informativen Umgebung zu präsentieren. zurück
Was ist Plastination?
Die Plastination wurde 1977 von Dr. Gunther von Hagens, Mediziner und Wissenschaftler, erfunden. Das Plastinationsverfahren ist eine bahnbrechende Konservierungsmethode, die es ermöglicht, den Verfall des toten Körpers zu stoppen und langfristig haltbare anatomische Präparate für die wissenschaftliche und medizinische Ausbildung herzustellen. Im Plastinationsprozess werden einem Präparat sämtliche Körperflüssigkeiten und löslichen Fette entzogen. Im nächsten Schritt erfolgt die vakuum-forcierte Imprägnierung, bei der die Körperflüssigkeiten durch reaktive Harze und Elastomere ersetzt werden. Anschließend erfolgt die Aushärtung mit Licht, Wärme oder bestimmten Gasen. So entstehen feste, geruchlose und dauerhaft haltbare Präparate.
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Woher kommen die gezeigten Präparate? Erfahren wir etwas über die Identität der Plastinate oder woran die Personen gestorben sind?
Die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen sind der Großzügigkeit und der Initiative der Körperspender zu verdanken. Körperspender sind Personen, die testamentarisch verfügt haben, dass ihr Körper nach ihrem Tod zur medizinischen und wissenschaftlichen Aufklärung in den Ausstellungen verwendet werden darf. Sämtliche Körper und die Mehrzahl der Präparate stammen von Körperspendern des IfP-Körperspendeprogramms. Einige spezielle Präparate, die ungewöhnliche Veränderungen darstellen, stammen aus alten anatomischen Sammlungen oder von morphologischen Instituten. Wie mit den Körperspendern vereinbart, werden keine Angaben zu ihrer Identität und den Todesursachen gemacht. Bei den Ausstellungen stehen die Körper selbst im Mittelpunkt, nicht die zugehörigen persönlichen Informationen. zurück
Warum werden die Plastinate in aktiven und lebensnahen Posen gezeigt?
Die Posen der Plastinate sind sorgfältig konzipiert und überdacht worden und verfolgen didaktische Zwecke. Jede dargestellte Pose demonstriert unterschiedliche anatomische Merkmale und Ausprägungen. So dienen die athletischen Posen beispielsweise der Darstellung des Muskelsystems beim Sport. Die Posen ermöglichen es den Besuchern, das Plastinat besser in Bezug zum eigenen Körper zu bringen. zurück
Wie unterscheiden sich die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen BODY WORLDS, BODY WORLDS 2 und BODY WORLDS 3 voneinander, die derzeit in Nordamerika gezeigt werden?
Die bestehenden drei BODY WORLDS-Ausstellungen, die derzeit in Nordamerika zu sehen sind, sind die ersten anatomischen Ausstellungen, die sich der revolutionären Plastinationstechnik von Dr. Gunther von Hagens bedienen. Die Ausstellungsinhalte und -themen lehnen sich häufig an historische Vorlagen an und sind von Anatomen und anatomischen Zeichnungen der Rennaissance inspiriert, wie zum Beispiel das Plastinat Hautmann. Dessen Vorbild ist ein Kupferstich aus dem 16. Jahrhundert aus dem Anatomiebuch des Renaissance-Anatomen Juan Valverde de Amusco, auf dem ein Mann in ähnlicher Pose zu sehen ist. Als Urheber des Kupferstichs gilt Gaspar Becerra, der selber Anatom war und Michelangelo beim Ausmalen der Sixtinischen Kapelle assistierte. Indem sie historische Vorlagen als Bezugspunkt nehmen, bilden BODY WORLDS eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Medizin und Kunst, was sie zu einer überragenden Leistung in der Anatomie der Neuzeit werden lässt. BODY WORLDS 2 ist dynamischer, da diese Ausstellung mehr Plastinate in sportlich-aktiven Posen präsentiert. So werden die Fähigkeiten des Körpers zu alltäglichen Handlungen und Bewegungen aufgezeigt. Es finden sich Plastinate in Yoga-Stellung, auf Rollerblades fahrend, oder auch ein Exponat, das kurz vor einem Sprung zu sein scheint. In dieser Ausstellung sind auch mehr weibliche Plastinate ausgestellt. Es ist die modernste aller Ausstellungen von Dr. von Hagens und zeigt, welche wissenschaftlichen und technischen Fortschritte die Plastination in den letzten drei Jahrzehnten erzielt hat. BODY WORLDS 3 ist eine Rückwendung zur Renaissance. Hier finden sich Plastinate wie das Auferstehende Skelett und das Betende Skelett. Diese Exponate beziehen sich alle auf das Mittelalter und die Renaissance. BODY WORLDS 3 ist der Höhepunkt der 30-jährigen anatomischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Dr. Gunther von Hagens und dokumentiert die Evolution und Verfeinerung seiner Erfindung bis an ihre äusseren Grenzen. zurück
Darf man die Plastinate anfassen?
Besucher können sehr dicht an die Plastinate herantreten, dürfen diese aber im Allgemeinen nicht berühren. Davon ausgenommen ist ein bestimmter Bereich der Ausstellung, in dem Besucher eine Auswahl an plastinierten Organen anfassen können, um sowohl ein besseres Verständnis der menschlichen Anatomie als auch des Plastinationsverfahrens zu bekommen. zurück
Sind die Ausstellungen für Kinder geeignet?
Weltweit haben bis heute über 25 Millionen Menschen die Ausstellungen gesehen, darunter auch viele Kinder. Wir empfehlen die Ausstellungen für Schulgruppen ab Klasse 5; Kinder unter 13 Jahren sollten beim Besuch der KÖRPERWELTEN von einem Erwachsenen begleitet werden. zurück
Welche didaktischen Materialien stellt KÖRPERWELTEN zur Verfügung?
Lehrerinnen und Lehrer können Schülerinnen und Schüler als auch erwachsene Begleitpersonen sorgfältig auf das KÖRPERWELTEN-Erlebnis vorbereiten. KÖRPERWELTEN für die unterschiedlichen Klassenstufen didaktisches Material erstellt. Außerdem bieten die meisten Museen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, die Ausstellung kostenlos zu besuchen, bevor sie mit ihrer Klasse dorthin gehen. zurück
Warum empfiehlt es sich gerade auch für medizinische Laien, diese Ausstellungen zu sehen?
Menschen sind eher dazu bereit gesund zu leben, wenn sie verstehen, wie ihr Körper funktioniert und was ihn schädigt. Wir möchten Besucherinnen und Besucher dazu anzuregen, mehr Interesse für medizinische und artverwandte Wissenschaften zu entwickeln. Das Wissen um die Beschaffenheit und Funktion des menschlichen Körpers sollte einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. zurück
Warum befinden sich nicht mehr weibliche Plastinate in der Ausstellung?
Aus Respekt vor möglichen Vorbehalten in der Bevölkerung möchte Dr. von Hagens nicht voyeuristisch erscheinen, indem er zu viele weibliche Körper enthüllt. Außerdem sieht er sich in der Tradition der Anatomen der Renaissance, deren Arbeiten im Allgemeinen weitaus mehr männliche als weibliche Körper umfassten, da die Körpersysteme mit Ausnahme der Fortpflanzungsorgane praktisch dieselben sind. Die männliche Muskulatur ist im Allgemeinen stärker ausgeprägt und veranschaulicht mehr Aspekte des Bewegungsapparats. Die ausgestellten Organe stammen in erster Linie von Körperspenderinnen. zurück
Gibt es eine Hörführung?
Hörführungen werden gegen eine zusätzliche Gebühr angeboten. Sie sind auf Nachfrage in Englisch, Spanisch oder Französisch, sowie in einer für medizinische Laien und Kinder geeigneten Kurzversion und einer ausführlicheren Fassung mit weiterführenden Informationen erhältlich. Es finden keine persönlichen Führungen bzw. Gruppenführungen durch die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen statt. zurück
Wie lange kann ich in der Ausstellung bleiben?
Die Aufenthaltsdauer in der Ausstellung ist innerhalb der Öffnungszeiten unbegrenzt. Wir empfehlen, etwa ein bis zwei Stunden für den Besuch einzuplanen. Die Dauer hängt davon ab, wie lange Sie die einzelnen Präparate betrachten und ob Sie alle verfügbaren Informationen lesen möchten. Durch eine Hörführung verlängert sich erfahrungsgemäß die in der Ausstellung verbrachte Zeit.
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Sind Fotografieren und Filmen in der Ausstellung erlaubt?
In den KÖRPERWELTEN-Ausstellungen sind Filmen und Fotografieren, auch mit der Kamera eines Mobiltelefons, grundsätzlich nicht gestattet. Ausnahmen gelten für akkreditierte Mitglieder der Presse. zurück
Sind Essen und Trinken in den KÖRPERWELTEN erlaubt? Essen und Trinken ist in den Ausstellungsräumen nicht gestattet, um die Ausstellungsstücke der Museen und die Plastinate der KÖRPERWELTEN zu schützen. zurück
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