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Gunther von Hagens’ BODY WORLDS oder KÖRPERWELTEN haben NICHTS mit den Ausstellungen zu tun, die Leichen ungeklärter Herkunft aus China verwenden

In kürzlich veröffentlichten deutschen und amerikanischen Medienberichten werden Gunther von Hagens’ BODY WORLDS, die weltweit einzigen Ausstellungen, die über ein Körperspenderprogramm verfügen,  mit anderen Anatomieschauen und Imitations-Ausstellungen wie z.B. “Bodies ….The Exhibition” verwechselt.

Laut Presseberichten sollen Gunther von Hagens’ BODY WORLDS Ausstellungen wegen der Verwendung menschlicher Überreste unbestimmter chinesischer Herkunft Gegenstand einer Ermittlung durch den Generalstaatsanwalt in New York, Andrew M. Cuomo, sein. Ferner schrieb die Presse, dass Gunther von Hagens und der Generalstaatsanwalt von New York sich angeblich auf einen Vergleich geeinigt hätten.
Diese Behauptungen sind falsch und werden vom Institut für Plastination öffentlich dementiert.

Bei der von der Generalstaatsanwaltschaft in New York untersuchten Anatomieschau handelt es sich um eine Ausstellung von Premier Exhibitions, einem an der New Yorker Börse (PRXI) notierten Unternehmen.  Ein umfassender Bericht über den Stand der Ermittlungen findet sich auf der Website der Generalsstaatsanwaltschaft des Staates New York unter http://www.oag.state.ny.us/press/2008/may/may29a_08.html

Der Wissenschaftler und Mediziner Gunther von Hagens, Erfinder der Plastination und Schöpfer der ersten Anatomie-Ausstellung weltweit, die zunächst unter dem Namen KÖRPERWELTEN, dann als BODY WORLDS bekannt wurde, steht in keinerlei Verbindung mit anderen Anatomieschauen oder Nachahmer-Ausstellungen, bei denen Leichen ungeklärter Herkunft verwendet werden.

Nur die Ausstellungen mit dem Titel  Gunther von Hagens’ BODY WORLDS werden vom Institut für Plastination und Dr. von Hagens veranstaltet. Gunter von Hagens’ BODY WORLDS laufen zurzeit lediglich in den auf der offiziellen BODY WORLDS Website www.bodyworlds.com aufgeführten Städten.

Mit der Ausnahme von einigen wenigen Exponaten aus historischen Sammlungen oder von morphologischen Instituten, stammen alle Exponate in den BODY WORLDS Ausstellungen aus dem Körperspender-Programm des Instituts für Plastination. Die beim Institut für Plastination geführte Körperspenderdatenbank zählt mehr als 9200 Spender, darunter mehr als 7300 Personen aus Deutschland, 700 aus den USA und keiner aus China.

Mehr Informationen über Gunther von Hagens’ BODY WORLDS Ausstellungen erhalten Sie unter www.bodyworlds.com, oder beim Institut für Plastination.

2. Juni 2008
Pressestelle
Institut für Plastination
Rathausstrasse 11
69126 Heidelberg
hd.pressoffice(at)plastination.com


Der 25 MILLIONSTE BESUCHER BEI DEN KÖRPERWELTEN

Heidelberg, Mai 2008

In dieser Woche begrüßen Gunther von Hagens' KÖRPERWELTEN ihren 25-millionsten Besucher in Los Angeles, in Milwaukee, in Baltimore oder im englischen Manchester. Diese Zahl markiert eine Sternstunde in der Geschichte der Museumsaustellungen.

Seit Gunther von Hagens im Jahre 1996 die ersten KÖRPERWELTEN im Tokio National Science Museum in Japan präsentierte, haben die inzwischen vier KÖRPERWELTEN-Ausstellungen bei Besuchern in 45 Städten in 11 Ländern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen gelten inzwischen als neue Museumserfahrung und haben den plastinierten Körper zu einem Bestandteil von Museumskultur zeitgenössischen Bewusstseins gemacht. Auch ist es der Ausstellung gelungen, unser Verständnis von Empfängnis und Tod zu verändern, indem sie die Besucher zu tiefem Nachdenken über religiöse und philosophische Fragen angeregt hat.

Jeff Rudolph, Präsident des California Science Center, Los Angeles, und selbst Körperspender: “Die Ausstellungen haben uns nicht nur mehr und anderes Publikum beschert … sondern auch unseren Ruf als Bildungseinrichtung im naturwissenschaftlichen Bereich gestärkt”.

Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten, die 70.000 Besucherkommentare auswerteten, schreiben 2007 im Journal of Medical Humanities*: “Die Ausstellung ist für viele Besucher, darunter Laien und solche mit medizinischem Fachwissen, in starkem Maße eine Art Meditationsraum, in dem sie zur Reflektion über ihre eigene persönliche und gesellschaftliche Identität, zu ihrer Beziehung zum Universum oder zu Gott sowie über Sinn und Zweck des Lebens angeregt werden ... Die Gästebücher der Ausstellung spiegeln häufig die sozialen, politischen und ideologischen Streitfragen unserer Gesellschaft wider, werden so zu einer Art fortwährender Diskussion der besonders strittigen Punkte und bilden eine Art Mikrokosmos der kulturellen Grabenkämpfe, die derzeit in der Gesellschaft insgesamt ausgefochten werden.”

Gunther von Hagens, Grenzgänger und intellektueller Abenteurer der Art, wie sie die Menschheit manchmal braucht, der 2006 vom Museum of Science & Industry in Chicago als ein “Leonardo da Vinci unserer Zeit” ausgezeichnet wurde, dienen die Ausstellungen menschlicher Selbsterkenntnis: “Das anatomische Interesse der Laien war bisher auf das Körperäußere beschränkt. Das darunter liegende Körperinnere war eher unbekannt und ängstigte, wenn es bei Herzinfarkt, Meniskusschaden und Darmkrebs versagte. Nach 25 Millionen Besuchern der KÖRPERWELTEN-Ausstellungen hat sich eine neue anatomische Wertschätzung des Körpers entwickelt und wurde zur Basis bewusster Gesundheitsvorsorge: Umfrageergebnisse belegen, dass 9% der Besucher nach dem Ausstellungsbesucher weniger oder nicht mehr Rauchen und 50% mehr Sport treiben. Damit hat die Ausstellung KÖRPERWELTEN Anatomie lebendig, weil massentauglich gemacht.”

14. Mai 2008
Pressestelle
Institut für Plastination
Rathausstrasse 11
69126 Heidelberg
hd.pressoffice(at)plastination.com


* Charleen M. Moore and C. Mackenzie Brown, Experiencing Body Worlds : Voyeurism, Education, or Enlightenment?, Journal of Medical Humanities, 2007, Vol. 28, Nr. 4.